Globus

silberglanz

von der kunst des alters

Kaum ein Thema ist für unsere Gesellschaft so bedeutend wie das Älterwerden. Welche Vorstellungen mit dem Alter verbunden werden, zeigen Kunstwerke aus über drei Jahrtausenden – vom Alten Ägypten bis in die Gegenwart. Der Blick auf das Alter ist dem Wandel der Zeiten unterworfen, abhängig von der jeweiligen Kultur. So zeigen antike Bildnisse von Philosophen und Dichtern die Porträtierten als ältere, erfahrene Männer – Alter wird mit Weisheit gleichgesetzt. Im Mittelalter übertrug man dies auch auf die Darstellung von Heiligen. Petrus, Paulus und andere erscheinen seither als würdevolle betagte Figuren, als Vorbilder für die Gläubigen, denen das Alter zusätzliche Autorität verleiht.

der blick des verstandes fängt an, scharf zu werden, wenn der blick der augen an schärfe verliert. platon, 428/427-
348/347 v. chr.

den positiven bildern des alters stehen seit jeher werke entgegen, die das älterwerden als verfall zeigen: in teils drastischen darstellungen wird die hinfälligkeit des körpers wiedergegeben, werden falten als bild der hässlichkeit ausgewiesen.

über 120 exponate, darunter hochkarätige leihgaben aus rom, chicago, basel und verlin, zeichnen ein vielschichtiges bild des alters.

sie haben einem uralten mann zugehört. sie müssen ihn nicht unbedingt ernst nehmen.

Lageplan

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Rundgang durch die Räume der Sonderausstellung

1 Weisheit
klug und weise
2 Macht
mächtig und besonnen
3 Repräsentation
stolz und würdevoll
4 Erinnerung
erinnern und gedenken
5 Generationen
alt und jung
6 Sexualität
lüstern und lasterhaft
7 Selbstbildnisse
selbstkritisch und selbstbewusst
8 Prekariat
verlacht und vergessen
9 Werbung
umworben und funktionalisiert

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audioguide

Im Zuge einer älter werdenden Gesellschaft stehen Themen wie der demographische Wandel, seine Folgen für das Gesundheitssystem oder die drohende Altersarmut im Mittelpunkt aktueller gesellschaftlicher Debatten. Diese haben aber wenig Einfluss auf die Museumslandschaft in Deutschland. Die Ausstellung Silberglanz möchte die entstandene Lücke zwischen Kunst, Kultur und gesellschaftlicher Debatte schließen. Was als alt gilt und wie die Normierung in den jeweiligen Epochen aussieht, diesen Fragen geht der Audioguide in der Ausstellung nach.

Gebäude
Anfahrt

U-Bahn: Aegidientorplatz
Bus: Rathaus / Bleichenstraße Linien 100 und 200
Rathaus / Friedrichswall Linie 120
Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag 10 – 17 Uhr
Samstag und Sonntag 10 – 18 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise

10 € | ermäßigt 8 € | Familien 20 €
inklusive Sammlungen